Artikel verfasst von Frank Joung


Ta-Som Helena Yun ist in Berlin geboren, erst in Bremen aufgewachsen und dann nach Südkorea gezogen. Sie ist Richterin und Buchautorin. Ihr Debütroman, der 2025 im März erschien, heißt „Oh Sunny“. Es geht um Sunny Oh, 26, Jurastudentin, die zwischen koreanischer Tradition und deutscher Turnhalle um Selbstbestimmung ringt.

Mit Ta-Som spricht Frank ich über Gewalt und Prügelstrafen an koreanischen Schulen, ihr Looking-for-friends-Makeover im Jurastudium und wie sie zum Schreiben kam. Über kontinuierliches Schreibmuskel-Training, identitätsstiftenden koreanischen Pansori-Gesang, ihren speziellen Fanclub und warum sie in der Schule wegen Scoutranzen und Salamiwurst gehänselt wurde.

„Deutschland stand für mich für Freiheit und Selbstbestimmtheit. Es war für mich so ein Paradies und Idyll. Klar wurden diese Fantasien auch massiv zerstört. Ja, aber dafür stand es: für Meinungsfreiheit und Selbstentfaltung, für flache Hierarchien. Für all das stand Deutschland.“

(02:50) Passkontrolle
(04:50) Klischee-Check
(06:35) Berlin, Bremen, Braune Gruppe
(12:30) Korea: Schuluniform, Prügelstrafe & Pansori-Gesang
(33:25) From Seoul to Leer. „Ich habe gedacht, ich werde Korea nie wieder betreten“
(59:05) Jura-Studium: „Ich kann mich verorten und wehren“
(1:09:45) Wie Ta-Som zum Schreiben kam: Es war ein Scheideweg
(01:20:50) Debütroman: Schreibmuskel-Training, unemotionales Unboxing und Beziehung zu Korea