In dieser Episode vom Halbe Katoffl Podcast spricht Frank mit seinem Kumpel Namri Dagyab. Der Deutsche mit tibetischen Wurzeln erzählt, wann Tibet-Unterstützer Richard Gere aufbrausend wird, welche buddhistischen Weisheiten und traditionellen Rezepte sein Vater ihm mitgegeben hat und was er auf seiner Reise nach Tibet in China erlebte.

Als Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins International Campaign for Tibet setzt Namri sich stark für eine Beendigung der chinesischen Besetzung und die politische Eigenständigkeit Tibets ein. Schon häufig hat er den Dalai Lama getroffen. „Vieles, von dem, was der Dalai Lama sagt, finde ich gut“, erklärt er. Aber als Frank ihn mit dem Zitatspiel „Dalai Lama oder Glückskeks“ konfrontiert, wird er doch nervös.

Überhaupt nicht lustig war die Erfahrung, die Namri machte, als er vor einigen Jahren versuchte, nach Tibet zu reisen. Seinem Vater wurde am Flughafen von Schanghai trotz gültigen Visums im deutschen Reisepass die Einreise nach China verwehrt. Zwei Uniformierte führten ihn wortlos ab.

„Er stieg in den Lift, drehte sich um, ich gucke ihn an und dachte: Okay, das ist vielleicht das letzte Mal, dass ich ihn sehe – Aufzug geht zu. Das war richtig schlimm. Seitdem hat er es nicht noch mal versucht, nach Tibet zu reisen.“

Während Namri gemeinsam mit seiner Schwester und Freundin noch auf der Suche nach seinem Vater war, saß der bereits notgedrungen im Flieger zurück nach Deutschland. „Ich würde mir wünschen, dass man frei nach Tibet reisen könnte“, sagt Namri. Er fing nach dieser Erfahrung an, Chinesisch zu lernen.

Weitere Gesprächsthemen des Podcasts: Tibet bei Olympia, Bruce Lee in Hannover, Reinhold Messner fährt Aufzug, Yeti und Gebirgsgötter und: Wer hat die Maultaschen erfunden?