Tharaka Sriram ist Meereschützerin, Gründerin von „Ocean Education“ und Kuratorin verschiedener Filmfestivals. Bei Halbe Katoffl spricht sie über ihr strenges tamillisches Elternhaus, körperliche häusliche Gewalt und ihre Rebellion dagegen.
Wie sie sich gegen Zwangsheirat wehrte, warum ihr Therapie anfangs nicht half und wieso sie sich für den Schutz der Meere einzusetzen begann. Über Weltkarten-Schreibtischunterlagen, eine tatsächliche Weltreise auf Kredit, Schwimmunterricht mit 32, Jack-Wolfskin-Jacken – und nervige aber notwendige E-Mails gegen Gatekeeping.
(04:30) Passkontrolle
(12:30) Klischee-Check
(31:30) Einzige braune Familie, Kriegserklärung an Eltern und Bibliotheksausweis als Rebellion
(49:35) Extreme häusliche Gewalt, Kontaktabbruch
(1:14:20) Fernweh, Weltkarte und wenn Women of Color alleine reisen
(1:26:15) Meeresschutz, Selbstdiskriminierung und Weltreise-Kredit
(1:43:20) Filme aus dem „globalen Süden“ und Offene Tabs
„Als Jugendliche habe ich ein Doppelleben geführt. Keine Drogen genommen, geraucht oder Alkohol getrunken – das hat mich nie interessiert, sondern meine Rebellion war, mir selbst einen Bibliotheksausweis zu machen. Da war ich 16 oder so. Und dann habe ich die Bücher ausgeliehen, ohne dass sie kontrolliert werden. Es wurde alles kontrolliert –und das war meine Rebellion.“
Kommentare von Frank Joung